Endlich geschafft! – 50 Abiturienten verlassen die Gesamtschule Rödinghausen
Die Abiturienten des Schuljahres 2021/2022.
Drei Klausuren und anschließend mündliche Prüfungen – die letzten Wochen an der Gesamtschule Rödinghausen waren mit Fleiß und Stress verbunden. 50 junge Männer und Frauen wurden am 18. Juni 2022 während der feierlichen Abiturzeugnisübergabe für ihre Anstrengungen belohnt.

Auch in diesem Jahr können erfreuliche Zahlen vermeldet werden: Von den Abiturienten hatten mit Eintritt in die Gesamtschule nur 19 eine Gymnasialempfehlung. „Ihr seid hier von euren Lehrern richtig gefördert worden“, meinte Schulleiter Andreas Hillebrand in seiner Rede, „und ihr habt euch dazu entschlossen, euch die richtigen Ziele zu setzen.“ Beides zusammen sei der Grund dafür, dass die schulischen Leistungen mit dem Abitur gekrönt worden seien.

Unter Verweis auf die Beschränkungen, die mit der Coronapandemie einhergingen, hob Hillebrand die besonderen Stärken der Abgänger hervor: „Ihr habt die Chancen gesehen, die trotz Corona gegeben waren. Ihr habt Herausforderungen angenommen!“ Grundsätzlich spiegele sich in dieser Haltung das Wesen der Wissenschaft. In vielen Fachbereichen gebe es kein absolutes Wissen, vielmehr zeige sich sehr oft die Widersprüchlichkeit der Welt. „Unsicherheiten auszuhalten, sich eine positive Grundhaltung anzueignen, selbstreflektiert zu bleiben: Das sind Eigenschaften, die euch auszeichnen“, meinte Hillebrand mit Blick auf die Abiturienten.

Der Bürgermeister der Gemeinde Rödinghausen, Siegfried Lux, nahm diesen Faden auf. Mit dem Geleisteten „stehen Ihnen die Türen der Welt offen“, machte er den Abgängern Mut. Weltpolitisch bewege man sich derzeit in ungewissen Zeiten: Dies zeige nicht zuletzt der russische Angriffskrieg in der Ukraine. Daher müsse neben den Wissenskanon auch ein Wertekanon treten. Die Achtung der Grundrechte sowie das Bekenntnis zu Werten wie Menschlichkeit und Mitgefühl verbänden die Menschen weltweit. „Bei der Herausbildung dieser Werte hat die Gesamtschule Sie vorbereitet“, meinte Siegfried Lux, nun sei es wichtig, auch zukünftig bei ihnen zu bleiben.

Als kleine Reminiszenz an das Abiturmotto ABrIss verwiesen die Beratungslehrer Babette Petring-Laustroer und Hans-Peter Ossig auf den Aufbau, der sinnbildlich für die zukünftige Karriere der Abiturienten stehe. Und so gab es als kleines Geschenk zu den Abiturzeugnissen eine kleine Abrissbirne, die an den Tag der Zeugnisübergabe erinnern soll. Gerahmt wurde die Zeugnisübergabe mit musikalischen Beiträgen und filmischen Einspielern der vergangenen drei Jahre. Der Tag klang mit dem Abiball in der Gesamtschule aus, zu dem auch in diesem Jahr wieder Ehemalige zu Besuch waren.

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