Mit Medien unterwegs, aber sicher – sechs Medienscouts an der Gesamtschule Rödinghausen ausgezeichnet
Auf dem Bild: ganz links: Lena Gerkensmeier, Zweite von rechts: Anja Müller, rechts: Schulleiter Andreas Hillebrand. Durch den coronabedingten Wechselunterricht war es nicht möglich, alle Schüler auf das Bild zu holen.
Auf dem Bild: ganz links: Lena Gerkensmeier, Zweite von rechts: Anja Müller, rechts: Schulleiter Andreas Hillebrand.
Durch den coronabedingten Wechselunterricht war es nicht möglich, alle Schüler auf das Bild zu holen.
Die Transformation Richtung digitaler Welt ist auch an Schulen in vollem Gange. Hier treffen junge Leute aufeinander, die allesamt bereits Erfahrungen mit Medien und Internet gesammelt haben. Neben vielen lustigen und gewinnbringenden Aspekten der virtuellen Mediennutzung wie der Nutzung von Videoplattformen oder sozialen Netzwerken lauern auch Enttäuschungen oder gar Straftatbestände im Netz – angefangen von Gruppendruck bestimmten Normen in sozialen Netzwerken zu entsprechen über Mobbing und Sexting bis hin zu Urheberrechtsverletzungen, die auch Schadenersatzforderungen nach sich ziehen können.

Die Landesanstalt für Medien NRW bietet daher seit geraumer Zeit die Möglichkeit für Schüler, sich zu Medienscouts ausbilden zu lassen. Hinter dieser Ausbildung steckt der Gedanke, dass es für junge Menschen viel einfacher ist, bei Fragen und Sorgen hinsichtlich der Mediennutzung Mitschüler anzusprechen als Eltern oder Lehrer. Auch an der Gesamtschule Rödinghausen beständen natürlich Unsicherheiten, was die Arbeit mit dem Internet betrifft, erläutern Lena Gerkensmeier und Anja Müller, die die Ausbildung zu Medienscouts in Rödinghausen koordinieren. Fünf Mädchen und ein Junge aus den Jahrgängen neun und zehn nahmen dann das Angebot wahr, sich über mehrere Monate zu Medienscouts ausbilden zu lassen.

Bis zum Ausbruch der Coronapandemie fanden die regelmäßigen Workshops am Max-Planck-Gymnasium in Bielefeld statt – anschließend dann virtuell. Am 23.04.2021 konnten schließlich die Zertifikate übergeben werden, die den sechs Schülern etwa bestätigen, sich intensiv mit Chancen und Risiken von sozialen Netzwerken und den Gefahren des Cybermobbings auseinandergesetzt zu haben. „Wir freuen uns, dass wir jetzt tatkräftige Hilfe von Schülerseite haben“, meint Schulleiter Andreas Hillebrand, „die Digitalisierung an unserer Schule schreitet schnell voran, und da ist es natürlich nur von Vorteil, dass die Medienscouts zukünftig auch an der Medienbildung innerhalb der Schülerschaft mitwirken.“

Auch Anja Müller und Lena Gerkensmeier zeigten sich erfreut über den ersten Ausbildungsdurchgang: „Die Ausbildung zu Medienscouts soll zukünftig regelmäßig erfolgen. Wir sind zuversichtlich, auch in den unteren Jahrgängen Schüler für die Weiterbildung gewinnen zu können!“ Doch zunächst einmal stehe nun der institutionelle Einbezug der gerade ausgebildeten Medienscouts an.

Ausgezeichnet wurden Lea Imrecke, Michelle Schiermeier (Jg. 10) sowie Alexander Vennemann, Malena Petring, Fiona Bitter und Svea Oehler (Jg. 9).

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