Zusammen gegen Corona – an der Gesamtschule Rödinghausen ist die Teststrategie angelaufen
Etwas Nervosität herrscht auf den Fluren der Gesamtschule Rödinghausen am 23. März 2021. Viele Lehrkräfte sind heute früher gekommen, um die Teststrategie der nordrhein-westfälischen Landesregierung in die Tat umzusetzen: Heute sollen alle Schüler das erste Mal auf das Coronavirus getestet werden. Den Lehrkräften kommt dabei die Aufgabe zu, die Durchführung der Tests mit ihren Lerngruppen zu besprechen und darauf zu achten, dass keine Fehler passieren. Wichtiger aber als das Technische ist das Pädagogische: Was passiert, wenn wirklich Positivtests in der Schülerschaft auffallen?

„Uns ist es heute gelungen, den ersten Testtag erfolgreich zu absolvieren“, meint ein erleichtert wirkender Schulleiter Andreas Hillebrand, nachdem die ersten Rückmeldungen bei ihm eingegangen sind, „unsere Vorbereitungen haben die Testdurchführung erleichtert und dafür gesorgt, dass Schüler und Lehrer entspannt an die Tests herangegangen sind!“

In der Tat hatten Schulleitung und Krisenteam den ersten Testtag sorgfältig und, sofern das in diesen hektischen Tagen gesagt werden kann, langfristig geplant. Da dann die ersten Testkits in der letzten Wochen noch nicht angekommen waren, konnte die erste Testung erst am Dienstag erfolgen. Für jede Lerngruppe lag der Lerngruppengröße entsprechend eine Anzahl an Testkits bereit. Nach einer kurzen Einführung, die von einem Anleitungsvideo begleitet wurde, war es dann an der Zeit, die Tests durchzuführen.

„Das hat vielleicht ein bisschen gekitzelt, schlimm war es aber nicht“, lautete der Tenor in der Schülerschaft nach den durchgeführten Tests. Die Schüler mussten das Wattestäbchen in beide Nasenlöcher einführen und mehrmals hin- und herdrehen, bevor das Stäbchen dann in eine Trägerflüssigkeit gesteckt wurde. Von der Flüssigkeit wurden dann mehrere Tropfen auf den eigentlichen Teststreifen geträufelt. Anschließend konnte das Ergebnis abgelesen werden

Und nun? „Wir erhoffen uns von den Selbsttests mehr Sicherheit im alltäglichen Schulbetrieb“, so Hillebrand weiter: „Geplant ist, dass wir nach den Osterferien mit dieser Teststrategie weitermachen.“ Ziel sei es, Infektionsketten in der Gesamtschule Rödinghausen gar nicht erst entstehen zu lassen: „Damit kann das Testen ein Bestandteil unseres Hygienekonzeptes sein, mit dem wir an unserer Schule insgesamt gute Erfahrungen gemacht haben.“

Wichtig ist es dem Rödinghausener Kollegium, mögliche Positivfälle auch pädagogisch zu betreuen. Niemand stecke sich freiwillig an, so der Schulleiter. Deshalb standen viele Lehrer bereit, um betroffene Schüler zu beruhigen und zu beraten. Ein etwaig positiver Selbsttest sagt überdies noch nichts über eine Infektion aus. Im Falle eines Positivtests muss durch einen Arzt ein PCR-Test durchgeführt werden, dessen Ergebnis dann ausschlaggebend ist.

Insgesamt kann zum ersten Testtag ein positives Fazit gezogen werden. Schon in der zweiten Stunde lief der Wechselunterricht „normal“ weiter – jedenfalls so normal, wie es die Pandemiezeiten zulassen. 

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