Dem Virus auf der Spur – Oberstufenschüler der Gesamtschule Rödinghausen erforschen den Corona-Erreger SARS-CoV-2
Schon seit etlichen Jahren fahren Oberstufenschüler der Grund- und Leistungskurse im Fach Biologie in das teutolab der Universität Bielefeld. Dort lernen sie, wie naturwissenschaftliche Forschung in der Praxis aussieht: Verzahnung von Schule und Wissenschaft – das ist der Gedanke, der hinter den Exkursionen nach Bielefeld steht.

Doch wegen der nach wie vor bestehenden Coronaschutzmaßnahmen konnte ein Besuch im Labor in diesem Jahr nicht stattfinden. „Als Biologie-Fachschaft finden wir das natürlich mehr als unglücklich“, meint Biologielehrerin Maren Detmering, die federführend an der Organisation beteiligt war, „also beschlossen wir, mit einem Grund- und einem Leistungskurs an einem Online-Seminar teilzunehmen.“ Am 12. November war es dann so weit: Insgesamt 17 Schüler saßen mit iPad und eigenem Laptop in einem der neu errichteten Naturwissenschaftsfachräume, um den Ausführungen der Dozentinnen Jana-Kim Buschmann, Katharina Kummer und Dr. Maren Panhorst zu folgen.

Thematisch konnte es kaum aktueller sein: Die teilnehmenden Schüler waren aufgefordert, zum Corona-Erreger zu forschen. Dabei ging es vor allem darum, selbstständig genetische und phylogenetische Analysen der RNA-Sequenz durchzuführen. Die Ergebnisse können zum besseren Verständnis des Virus führen und unter anderem beantworten, welches Mutationsverhalten das Virus zeigt.

Mit der gemeinsamen Auswertung der einzelnen Forschungsschritte wurden einzelne Arbeitsphasen und schließlich auch der ganze Tag beendet. „Wir sind froh, dass wir den gemeinsamen ‚Labortag‘ anbieten können. Auch das Arbeitsverhalten unserer Schüler konnte sich sehen lassen – und zeugt außerdem von großem Interesse am Fach“, zieht Maren Detmering Bilanz. Auch im nächsten Jahr soll es wieder eine Kooperation mit dem teutolab Bielefeld geben, dann aber hoffentlich wieder live vor Ort.

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