Wir geben Kindern Zukunft
Gesamtschule der Gemeinde Rödinghausen

Verabschiedungen an der Gesamtschule

Jürgen Schütte, Birgit Diekmann, Ulrich Hucke und Horst Kleinebenne (v. l.)Zum Ausklang des Schuljahres 2018/19 galt es, den „Mann an meiner Orgaseite zu verabschieden“, wie es die stellvertretende Schulleiterin Carola Vollus mit ihren Abschiedsworten ausdrückte: Horst Kleinebenne, der seit 1979 zunächst an einer Hauptschule im Dienst war, wurde nach über 40 Jahren Dienstzeit in den Ruhestand verabschiedet. In Rödinghausen war er in den letzten Jahren in vielfältige Verwaltungsaufgaben eingebunden, dazu zählte die Erstellung der Stundenpläne und die Organisation des Vertretungsplanes. Er, so Schulleiter Hillebrand, habe in unzähligen Situationen, in denen schnelles Handeln erforderlich gewesen sei, kühlen Kopf, Schnelligkeit und Stressresistenz bewiesen.
In Rödinghausen unterrichtete Herr Kleinebenne die Fächer Sport, Mathematik und Gesellschaftslehre. Bei all seinem Tun, auf das auch ein Vertreter des Lehrerrates einging, sei es ihm immer um Verlässlichkeit und die Arbeit mit den Kindern gegangen. Die Art seines Umgangs mit den Schülern sei erfolgreich und zugewandt gewesen, und er habe sich nicht vorschnell durch pädagogische Moden ablenken lassen. Auch mit Horst Kleinebenne verlässt ein Mitglied des Lehrerrates die Schule, der in vielfältiger Weise die Belange des Kollegiums nach vertrat.

Seit 1992 war Deutsch- und Sportlehrer Jürgen Schütte an der Gesamtschule Rödinghausen, die auch er mit Eintritt in den Ruhestand verlässt. Schulleiter Andreas Hillebrand würdigte in seinen Verabschiedungsworten das Engagement des Kollegen bei der Etablierung der Schule. Jürgen Schütte habe sich um die reformpädagogische Ausrichtung der Schule verdient gemacht und lange Jahre als Steuergruppensprecher gearbeitet. In Anlehnung an Franz Kafkas Verwandlung betonte der Schulleiter die nun bevorstehende Verwandlung – vom Lehrer zurück zum Menschen, der nun die besten Aussichten für die Zukunft genießen könne.
Aus den Reihen des Kollegiums wurde insbesondere die fachliche und kollegiale Seite des Kollegen betont. „Es ist immer schon geworden“, sei eine Grundeinstellung Jürgen Schüttes gewesen, mit der er Schülern und Kollegen begegnet sei. Auch sein pointierter Humor habe dazu beigetragen, den Schulalltag lockerer bewältigen zu können.
In einer kleinen Abschiedsrede ging Jürgen Schütte auf aktuelle Tendenzen der Schulentwicklung und der Schulpolitik ein: Manchmal könne man das Gefühl bekommen, dass sich Entwicklungen in der Schullandschaft nur im Kreise drehten und vermeintliche Neuerungen letztlich nur aus dem Austausch von Begrifflichkeiten bestünden. Er wünsche sich, dass alle Kollegen wie die Maulwürfe hielten: Zwischendurch sei es nötig, aus der Höhle einen Gang nach oben an die Oberfläche zu graben, um sich zu fragen, ob man das Ziel der Arbeit mit den Schülern noch verfolge.

Nachdem alle zu verabschiedenden Lehrkräfte durch Kollegium und Fachschaften beschenkt worden waren, klang das Schuljahr aus.


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