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Gesamtschule der Gemeinde Rödinghausen

Abschiede an der Gesamtschule Rödinghausen: Friedhold Metkemeyer und Inge Witt gehen in den Ruhestand

Friedhold Metkemeyer und Inge WittMit leiser Wehmut, aber auch Freude auf den kommenden Lebensabschnitt wurden vor den Sommerferien 2018 Friedhold Metkemeyer und Schulsekretärin Inge Witt in den wohlverdienten Ruhestand verabschiedet. Beide gehörten über mehrere Jahrzehnte fast schon zum „Inventar“ der Gesamtschule, was schmerzlich für alle diejenigen ist, die in Rödinghausen mit ihnen groß geworden sind. Beide waren und sind nach wie vor mit Schüler-, Eltern- und Lehrerschaft in Rödinghausen eng verbunden.

In einer Feierstunde verabschiedete Schulleiter Andreas Hillebrand zunächst Friedhold Metkemeyer, der bereits seit dem 1. August 1991 in Rödinghausen arbeitete. Seine ersten pädagogischen Schritte war er da bereits in einer Hauptschule in Bochum gegangen, später ging es dann für den Westkilveraner zurück in seine alte Heimat. An seiner neuen Schule engagierte er sich ohne Zögern auf vielfältige Weise: Er arbeitete u. a. über zwanzig Jahre als SV-Lehrer und einige Jahre als Vertreter des Kollegiums im Lehrerrat. Die Anfang der 90er-Jahre an der Gesamtschule Rödinghausen etablierte Berufsvorbereitung wurde maßgeblich durch ihn initiiert und installiert. Aber auch die Idee des „Lernen lernens“ wurde durch Friedhold Metkemeyer in den zwanzig Jahren seiner Funktion als Sprecher der schulischen Projekt-Steuergruppe schrittweise realisiert und schließlich in den Lehrplänen der einzelnen Fächer implementiert. Um dem Lehrer Metkemeyer, den an der Schule so gut wie jede/r  „Metty“ nennt, gerecht zu werden, reiche es allerdings nicht, ihn nur mit einem Rückblick auf sein schulisches Engagement zu verabschieden, betonte Schulleiter Andreas Hillebrand mit einem Schmunzeln. Mit einem Augenzwinkern verglich er ihn in seiner Rede mit einer Bulldogge, die zwar manchmal etwas bedrohlich wirke, letztlich doch aber sanft sei. Genau diese Freundlichkeit habe „Metty“ im Umgang mit seinen Schülern immer ausgezeichnet. Und aus diesem Grund falle es vielen Schülern schwer, ihn in seinen Ruhestand zu entlassen. Er selbst sah und sieht das auch so, denn nach wie vor gelte für ihn der Satz: „Lehrer ist ein geiler Beruf!“

Seelsorgerin, Gute-Laune-Macherin, Managerin, sprich: Sekretärin, das alles war und ist Inge Witt, die bereits seit 1985 in Rödinghausen arbeitete. Zunächst war sie an der Hauptschule in Rödinghausen, wo sie mit der Arbeit im Sekretariat betraut worden war. Zunächst war sie skeptisch, als die Gemeinde ihr vorschlug, in einer Schule zu arbeiten. Die ganze Zeit mit Lehrkräften zu arbeiten, sei ihr erst suspekt gewesen. Dann aber gewöhnte sie sich an diese spezielle Sorte Mensch und sie wurde aus Überzeugung Schulsekretärin. Damals funktionierte Schule noch anders. „Die Schule war deutlich kleiner und die Verwaltung noch nicht so umfangreich“, berichtete sie anlässlich ihrer Verabschiedung, „ich gebe zu: Manchmal waren meine Kollegin und ich bereits mittags mit unserer Arbeit fertig.“ Mit dem Wechsel zu einer Gesamtschule und dem Beginn des EDV-Zeitalters Ende der 80er-Jahre überlegte sie kurz, ihre Stelle aufzugeben, entschied sich dann aber dagegen: eine Entscheidung, die sie nie bereute: „Ich habe in über 30 Jahren mit vielen Schulleitern zusammengearbeitet, und ich muss sagen, dass niemals einer den Chef rausgekehrt hat!“
Die jahrelange vertrauensvolle Arbeit zwischen Schulleitung, Lehrerschaft und Inge Witt zog sich als zentraler Gedanke durch die Rede, die Schulleiter Andreas Hillebrand anlässlich ihrer Verabschiedung hielt. Inge Witt sei nicht die bloße Kaffeefee gewesen, nicht die graue Maus oder die heimliche Chefin. Inge Witt ist Garantin dafür gewesen, dass die Gesamtschule Rödinghausen mit allen Schülern und Lehrern ein Ort wurde, an dem es sich gut lernen und arbeiten lässt.
„Inge, warum tust du uns das an? Wir wissen nicht mehr weiter! Brich deiner Schule nicht das Herz!“, war die logische Folgerung dieses Befundes. In Anlehnung an den Ärztesong Junge brachte Musiklehrerin Barbara Sperling die Empfindungen des Kollegiums auf den Punkt.

In einer abschließenden Spielrunde, die sich am Format Wer wird Millionär? ausrichtete, traten Friedhold Metkemeyer und Inge Witt gegeneinander an. Die Moderatorinnen testeten das Wissen der beiden Kandidaten zu den letzten Jahrzehnten Rödinghauser Schulgeschichte. Nachdem die beiden auch diesen Test mit Bravour überstanden hatten, luden sie das Kollegium zu einem Abschiedsessen ein.


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