Wir geben Kindern Zukunft
Gesamtschule der Gemeinde Rödinghausen

Together we can change the world

Der Titel des Zugabe-Songs spiegelt den Leitgedanken einer gleichermaßen begeisternden wie berührenden Bühnenaufführung, die am Mittwoch, den 22. November in der gut gefüllten Aula unserer Schule einem mitgehenden Publikum präsentiert wurde. Dargeboten wurden Theater- und Musical-Inszenierungen von Schülerinnen und Schülern des 6. bis 8. Jahrgangs (Theater: Henrik, Enise, Christian, Elisa, Julie, Malena, Celine, Lea, Mia, Lilli, Miriam, Scarlett, Sofia, Femke, Sherin, Lana, Angelina) unter Anleitung von Ariane Niediek und Alena Langer (Theater) sowie Hermann Rongen (Musical und Gesamtleitung), die aus der Projektwoche hervorgegangen waren.

Zum Vergrößern klickenDa war zunächst im Spielstück „Irgendwie anders“ die Figur gleichen Namens (gespielt von Mia), die durch ihre grelle Pumuckel-Frisur die gleichaltrigen „Freunde“ gleichermaßen erschrickt, wie er/sie die Sympathie des Publikums auf seiner/ihrer Seite hat. Aus der Einsamkeit eines Berges kommend sucht „Irgendwie anders“ Kontakt, wird aber abgewiesen, weil er/sie irgendwie anders ist. Als sich die Gelegenheit zur Revanche bietet, gewährt er/sie jedoch nach anfänglichem Zögern dem „Etwas“ (gespielt von Henrik) seiner-/ihrerseits Einlass, nicht zuletzt, indem er/sie den Gewissenseinflüsterern – dargestellt von Engel und Teufel – folgt und das „Etwas“ zurückholt: „Sie waren verschieden, aber sie vertrugen sich; sie rückten zusammen“, so das Happy End.

Zum Vergrößern klickenDa war (nach kurzer Pause) die Musical-Adaption von Theodor Fontanes bekannter Ballade „Die Brücke am Tay“, in der die fortschrittsfeindlichen Hexen den Einsturz des damals modernen Bauwerkes voraussagen, während auf der anderen Seite die Eltern des Lokomotivführers Johnny an Weihnachten darauf warten, dass ihr Sohn über eben diese Eisenbahnbrücke heimkehrt.
Ein ebenso einfaches wie ausdrucksstarkes Bühnenarrangement in Kombination mit melodisch unterschiedlich akzentuiertem Perspektivwechsel brachten die Dramatik des Geschehens eindrucksvoll zur Wirkung. Da war alles drin: vom eingängigen Gesamtschul-Ohrwurm „Es war die Zeit der ersten Turbinen“ als Rahmenmelodie über den Hexen-Rap bis zum dramatischen Sound im 007-Stil im Moment des Einsturzes. Hervorzuheben sind die Soli von Scarletund Phil, in denen sie nicht nur die Zuschauer verzauberten, sondern auch die Ohren und Augen der Spielpartner auf sich zogen. Weitere Mitwirkende waren die Schüler des 6. Jahrgangs.
Ach ja, die Botschaft: Der Fortschritt lässt sich von Opfern und Rückschritten nicht aufhalten – auch eine Art Weltveränderung!

Zum Vergrößern klickenUnd dann war da Elec mit seinem Geheimnis. „Elecs Geheimnis“ wurde als zweites Musical des Abends von Schülerinnen und Schülern des 7. und 8. Jahrgangs aufgeführt. Mitwirkende: Mara, Jasmin Celine, Michelle, Alisa, Nina, Kim, Emma Cheyenne, Nele, Lisanne, Leonieund Luisa Marie.
Als Sonderling kommt Elec in eine Klassengemeinschaft, die ihn ablehnt. Ein Detektiv (Alisa) wird eingeschaltet, der unter anderem herausfindet, dass sein angegebener Herkunftsort Bielefeld gar nicht existiert und er angeblich durch Wände gehen kann. Ein helles Leuchten, das um Mitternacht zudem über seinem Haus erstrahlt, weist auf seine außerirdische Herkunft hin. Und in der Tat: Es stellt sich heraus, das Elec von einem anderen, technisch weit überlegenen Planeten auf die Erde gekommen ist, um dort das zu finden, was in seiner Heimat verloren gegangen ist: Menschlichkeit.
Elec offenbart dies in dem Rap „Ich bin nur Gast auf Erden“. Weiter geben rhythmische Ohrwürmer zum Mitschunkeln („Nur Wunder dauern länger“/„Ich hab‘ kein‘ Bock auf Schule“), fetzige Zwischenmusikstücke, Soli (Detektiv, Hermann Rongen mit dem eigens komponierten Song „Ich bin Lehrer“) und Dialoge der Handlung mitreißenden Schwung.
Mithilfe seiner magischen Kräfte verzaubert Elec die Chemielehrerin Frau Sauerbier so, dass sie nur noch verzerrt sprechen kann (grandios verkörpert von Mara) und verhindert so einen Chemietest, was ihm die Sympathie seiner Mitschüler einbringt. Zudem verliebt sich ein Mädchen in ihn, solistisch von Jasmin vorgetragen: „Ich hab‘ ihn gern! Er ist vom Himmel gefallen.“ Durch die Intervention des Direktors (Hermann Rongen) kommt alles wieder in Ordnung, weitere intergalaktische Wesen kommen hinzu.
Elec hat die Menschlichkeit gefunden, er hat sich verliebt und will auf der Erde bleiben: Happy End und Harmonie, in einem mitreißenden Rock-Sound verpackt.

Together we can change the world: Das Publikum war von der Spielfreude der Akteure angesteckt, von der Musik mitgerissen und von der Botschaft gerührt. Es dankte es mit tosendem Applaus.



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